Werkserweiterung

Zeitraum 2001
Aufgabe Erweiterung
Nutzung Produktionshalle
Ort Hannover
Bauherr W. B. GmbH & Co. KG
Team T. Förster, W. Richter,
J. Röhrbein, H. Willführ

Der dritte Bauabschnitt dieser Werkserweiterung umfasste eine massive Stahlbetonfertighalle mit einer freitragenden Breite von 25 m und einer Länge von 115 m. Die Unterkante der Stahlbeton-Fertigteilbinder beträgt 12,50 m.

Die äußere Hülle besteht in den Wänden ebenfalls aus geschosshohen Betonfertigteilen, die mit einer außenliegenden Wärmedämmung und vorgehängten, hinterlüfteten Metallfassaden versehen sind. Die Dachkonstruktion ist ein hochwärmegedämmtes Trapezblechdach, das eine möglichst gleichmäßige Temperatur innerhalb der Halle gewährleistet.

Diese Bauweise trägt der Temperaturempfindlichkeit der zu bearbeitenden Werkstücke Rechnung. Mit geringsten Schwankungen soll - ohne großen Energieaufwand - eine möglichst gleichmäßige Temperatur innerhalb der Halle erhalten werden können, z. B. über auch betriebsfreie Wochenenden.

Es wurden, um gleichzeitig zur Erfüllung der energetischen Anforderungen möglichst viel Licht in der Halle zu erhalten, besondere Dachreiter mit starken UV-Filtern eingebaut. Die haustechnischen Gewerke, so z. B. die Deckenstrahlheizung und die Lüftungsanlage mit einer sog. Quelllufteinrichtung, tragen zu der geforderten Temperaturstabilität bei und ermöglichen außerdem geringe Luftgeschwindigkeiten, um eine Staubbelästigung zu unterbinden.

Bestückt ist die Halle mit parallel laufenden Kraneinrichtungen mit einer Gesamttragkraft von 20 t. Für den Quertransport von einer Halle in die andere werden spezielle Flurförderfahrzeuge eingesetzt, deren technische Ausstattungen besondere Anforderungen an die Fußböden stellten.

Die Gründung der Maschinenbettungen ist so ausgeführt, dass trotz des Kranbetriebes und parallel laufender Flurfördertransporte möglichst geringe Erschütterungen auf die jeweiligen Spannbetten und Drehbänke übertragen werden.

Diese Werkserweiterung fiel mit ihren vielfältigen technischen Anforderungen aus dem Rahmen von gleichgroßen Hallen, die üblicherweise zur Lagerung oder zur Produktion einfacherer Werkstücke verwandt werden. Die Bauzeit betrug, trotz der aufwändigen Gründungsarbeiten und der Schnittstellen zu den vorhandenen Gebäudekörpern, insgesamt sieben Monate.

 
Ein Projekt der gajdzik menzel architekten ingenieure GmbH.

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